Verbotene Lange Gefaehrten.txt ============================== Belvar (Christian, Flaschengeist) Bordo (Bernd) Brann (mr. daves, Agent Wolfsbane) Galan (Alex, BurgerEngel) Lehrling von Miriel, Hund "Rauk", Geliebte Linn (Tochter von Ulwin) Slagfid Elbenspross (Herbert heja2009) ------------------------------ Belvar (Christian, Flaschengeist) Seit ich mich erinnern kann, war ich mit dem Händler Vergil unterwegs. Die Zeit davor bleibt im Dunkeln. Vergil sagt, ich sei ihm in der Nähe eines Dorfes zugelaufen wie ein unschuldiges Kitten. Fast alles habe ich von ihm gelernt. Nichts davon war wertvoller als Menschen lesen und für sich einnehmen zu lernen. Es macht das Leben so viel leichter. Einer seiner Freundinnen in einem der Dörfer auf seiner Handelsroute hat mir die Grundzüge des Heilerhandwerks gezeigt. Vielleicht war es Schicksal, denn so kam ich vor vier Jahren – da werde ich etwa 14 gewesen sein – in dieses schöne Dorf. Auf dem Weg dorthin hatten uns Wegelagerer im Visier. Dank unserer guten Gäule konnten wir entkommen aber die Bastarde haben mir als Abschiedsgruß einen Pfeil im Rücken hinterlassen, der meine Lederrüstung sauber durchschlug. So kam ich halbtot und schon im Delirium im Dorf an. Kurz zuvor war der Lehrling der Dorfheilerin verstorben. Also hat Vergil mich kurzerhand an sie „verkauft“ und ist abgehauen, bevor ich wieder bei Bewusstsein war. Rückblickend eine ganz gute Sache: Im Dorf war es viel sicherer als auf Handelsreisen und dank meines einnehmenden Wesens sowie der Protektion der Heilerin wuchs ich schnell in die Dorfgemeinschaft herein. Auch Rauk, ihr Huskywelpe, der mir wie ein tierischer Bruder ist, half anzukommen. Im Herzen bin ich jedoch freier als die meisten Dörfler. Und so dachte ich mir zunächst wenig dabei, als ich die hübsche, junge Tochter des Dorfvorstehers verführte. Doch schon seit ihrer Kindheit war sie dem Sohn seines besten Freundes versprochen. Spätestens in ihrer Hochzeitsnacht lauern Probleme – wenn ich das hübsche aber nicht besonders schlaue Mädchen bis dahin weiter dazu bringen kann, unser Geheimnis zu bewahren... ------------------------------ Bordo (Bernd) Ich bin Bodlo ich wurde vor 26 Jahren wenige Minuten nach Badlo meinem Zwillingsbruder geboren unsere Mutter starb leider bei unserer Geburt. Bordo unser Vater zog uns auf Zwergische Art liebevoll auf. Bordo brachte uns beiden alles bei was er über das Schmieden weis. Unsere 5 Jahre ältere Schwester Andara heiratete vor vielen Jahren und zog mit ihrem Mann und seiner Sippe vor 3 Jahren in ein Nachbardorf irgend etwas muss auf der Reise passiert sein wir haben seither nichts mehr von ihnen gehört. Unser Vater ist vor einigen Monaten bei einem Unfall Gestorben kurz bevor der Blutnebel geendet hat Badlo hat als der ältere die Schmiede übernommen und ich bin ihm zur Hand gegangen habe in der nahen Mine nach Erz geschürft und ihm in der Schmiede geholfen. Nun da der Blutnebel verschwunden ist haben wir beschlossen das das ich losziehe um die Welt zu erkunden aber auch unsere Schwester zu suchen oder Informationen über ihren verbleib und wenn ich dabei eine Braut für meinen Bruder finde oder auch für mich ist das sicherlich auch nicht verkehrt. Daher habe ich mich mit einigen der Jungen Burschen zusammengeschlossen die auch in die Welt hinausziehen wollen . ------------------------------ Brann (mr. daves)Fallen, Jaeger, Gerber, Pfad des Waldes Brann (16) wuchs nicht in Stabilität, sondern in Verantwortung auf. Der Tod seiner Eltern bei einem Unfall war kein Wendepunkt, sondern ein harter Schnitt ohne Option auf Revision. Die operative Führung übernahm sein Großvater Hagan (68), ein erfahrener Gerber mit klaren Prozessen, wenig Worten und null Toleranz für Nachlässigkeit. Hagan vermittelte Brann nicht nur das Handwerk, sondern ein belastbares Mindset: Ressourcen werden vollständig genutzt, nichts wird verschwendet, Schwäche wird nicht diskutiert, sondern aktiv kompensiert. Der Wald wurde früh zu Branns primärem Arbeits- und Rückzugsraum. Dort jagt er regelmäßig, effizient und leise. Über diese Tätigkeit etablierte er belastbare Beziehungen zu den lokalen Jägern, insbesondere zu Eldric (34), einem erfahrenen Fährtenleser, der Branns Talent nüchtern erkannte, ohne es zu idealisieren. Jagd ist für Brann kein Abenteuer, sondern eine funktionierende Lieferkette mit klaren Risiken und Ergebnissen. Das erlegte Wild verkauft Brann regelmäßig an die Metzgerin Mara (41). Mara ist keine Mentorin und keine Freundin, sondern eine verlässliche Geschäftspartnerin mit klaren Qualitätsstandards. Sie zahlt fair, erwartet Pünktlichkeit und stellt keine unnötigen Fragen. Für Brann ist sie ein wichtiger Abnehmer und Teil eines stabilen ökonomischen Kreislaufs, der sein Überleben absichert. Über Hagans Werkstatt hat Brann zudem früh Einblick in den lokalen Markt erhalten. Zu den regelmäßigen Geschäftskunden seines Großvaters zählen Rovan (52), ein fahrender Händler, der gegerbte Häute weiterverkauft, Selene (37), eine Schneiderin mit Blick für Qualität, sowie Torim (44), ein Söldner, der robuste Ausrüstung schätzt und bezahlt. Brann begegnet ihnen respektvoll, zurückhaltend und zuverlässig – genug, um Vertrauen aufzubauen, ohne Nähe zuzulassen. Sein soziales Netzwerk bleibt bewusst klein, aber funktional. Mit Jorek (16) und Lynna (15), zwei Nachbarskindern, teilt er Jagdausflüge, Fallenstellen und stilles Einvernehmen. Keine großen Worte, keine unnötige Nähe. Loyalität zeigt sich durch Handeln, nicht durch Gespräche. Über die Geschäftskontakte seines Großvaters kam Brann früh mit einem Zwergenschmied in Berührung. Der Schmied belieferte Hagan regelmäßig mit Werkzeugen und Beschlägen, während im Gegenzug gegerbte Häute und Lederarbeiten den Besitzer wechselten. Brann hielt sich dabei meist im Hintergrund, beobachtete jedoch aufmerksam. Die Präzision, Ruhe und Endgültigkeit dieser Arbeit faszinierten ihn nachhaltig. Metall verzeiht keine Fehler – ein Prinzip, das Brann verstand und verinnerlichte, ohne je darüber zu sprechen. ---------------------------- Galan (BurgerEngel) Ich, Galan, bin der Jüngste von vier Brüdern. In Reihenfolge waren es Edrin, Marek, Owin und zuletzt ich. Ich kam spät, denn zu meiner Geburt war meine Mutter älter als 40 und mein ältester Bruder schon 17. Wir wurden alle von unserem Vater gelehrt, Schreiner zu sein. Schon seitdem ich laufen konnte, war Holz mein Leben. Ich schlich mich ständig mit dem Werkzeug meines Vaters raus und fing an, neue Figuren zu schnitzen, mit denen ich gespielt und gesprochen habe. Mit der Zeit fingen meine Brüder an sich zu spezialisieren: einer Zimmermann, der andere Tischler und der dritte jemand, der seine Zeit mit ungeschickten Fässern und Rädern verbrachte. Ich dagegen fand keine Richtung für mich, und je länger ich darüber nachdachte, desto schwerer drückte die Ungewissheit meiner Zukunft auf mich. Freunde hatte ich nie viele. Wofür auch, wenn man so viele Brüder hat, zu denen man hinaufschaut? Jedenfalls rede ich mir das so ein, die Wahrheit ist, ich wusste nie so ganz was man zu den anderen sagen muss, damit sie einen mögen. Ich kann einfach nie die richtigen Worte finden, wenn überhaupt irgendwelche. Jedoch nicht mit meinen Brüdern. Diese haben Probleme mich zum schweigen zu bringen. Was auch nicht half, war dass ich meine Wachstumsschübe immer früher als die anderen Kinder hatte. Es gab kleine Vorfälle, bei denen ich ihnen manchmal weniger und manchmal mehr wehtat. Zahllose Stunden habe ich angelehnt an einem Baum verbracht, mit nichts außer einem scharfen Messer und einem Stück Holz. Jedenfalls bis ich vor ein paar Wochen das Stück Holz verfehlte. Blut ist in unserem Job keine Seltenheit, einen Daumen hingegen im Schoß zu haben schon. Mit nur noch neun Fingern mache ich mich nun auf die Suche, meine Bestimmung zu finden. Etwas, wovon ich leben kann, ohne Ballast für meine Familie zu werden. ------------------------------ Slagfid Elbenspross (Herbert heja2009) Mein Name ist Slagfid und man nennt mich einen Elbenspross, denn meine Urgroßeltern sind der Elb Egil und die Menschenfrau Inga. Sie hatten zusammen einen Sohn, Alboin, der ebenfalls eine Frau aus dem Dorf heiratete, die Kräuterfrau Gesa. Ihre Tochter nannten sie Miriel und sie studierte nicht nur Pflanzen sondern auch die Mineralien und ihre Wirkungen. Sie heiratete den Obstbauern Tankred und schenkte mir das Leben. Schon als kleines Kind spielte ich am liebsten mit meinem Urgroßvater Egil, der oft unter den Obstbäumen saß und meditierte, aber auch immer eine Geschichte oder einen Traum zu erzählen hatte. Trotz seines Alters ist er stark und gesund und wirkt fast wie ein junger Mann, nur ist er oft melancholisch und müde. Er lehrte mich so vieles, auch wenn ich nicht alles verstehe. Ihm habe ich zu verdanken, dass ich die Macht der Zeichen kenne. Als ich älter wurde half ich auch den Bauern die beste Zeit für die Ernte zu bestimmen und Buch über die Getreidespeicher zu führen, denn viele können nicht einmal lesen und noch weniger rechnen. Sogar der Ulwin der Dorfvorsteher bat mich darum für ihn eine Dorfchronik zu schreiben und alle Geburten und Todesfälle zu verzeichnen. Auch hatte ich die Rationen für Bedürftige auszugeben. Bald war ich auch kein Außenseiter im Dorf mehr, sondern lernte mit Bauern, Handwerkern, den Alten, auch den Trunkenbolden und Tratschweibern umzugehen. Als Halbelb vereine ich die Weisheit der Elben mit der Lebenslust der Menschen. Doch ich bezahle dafür auch mit Sterblichkeit. Deshalb will ich meinen Drang nach Wissen in der mir gegebenen Zeit wohl zu nutzen wissen. Aber das Dorf langweilt mich und ist mir öde. Viele Dörfler sind dumm und fast alle völlig ungebildet. Von Magie und den Geheimnissen der anderen Welt weiß außer Großväterchen und der Rabenschwester niemand etwas. Sie sind zufrieden wenn sie ihren kümmerlichen Verstand mit Bier betäuben können, wie dieser rohe Zwerg. Auch Jette, die junge Schafhirtin der ich einst verfiel, kann mich nicht hier halten. Und meine Mutter Miriel bittet mich zwar immer wieder inständig zu bleiben, doch ich will meinen eigenen Weg finden. Aber allein kann ich nicht reisen, ich brauche Hilfe in der Wildnis auch wenn sie sich in purer Goldgier und Ruhmsucht gründet. Auch wenn ich schon so vieles weiß, brauche ich in der Wildnis doch Gefährten die mit primitiver Gewalt den Gefahren trotzen. ------------------------------